Lausitz-Festival gibt Programm der 7. Auflage bekannt

Inspirierender Spätsommer – vom 25. August und 13. September ist Theater, Musik, Literatur, eine große Doppelausstellung und philosophische Debatten in der Lausitz zu erleben.

Die Auftaktpremiere findet in diesem Jahr in der historischen Flugzeughalle, dem Hangar 1 in Cottbus statt. Gezeigt wird das Schauspiel von Wiiliam Shakespeare „HAMLET“. Neben der Konzertreihe in Görlitz am 25. und 27. August.

Teilen sich Schloss Bad Muskau und das Brandenburgische Landesmuseum für Moderne Kunst Cottbus die Ausstellung »Der grelle Schein der Ränder«, die Videokunst sowie eine größere Installation des brasilianischen Gegenwartskünstlers Jonathas de Andrade in die Lausitz bringt.

Der in Berlin lebende Kurator Kobi Ben-Meir hat de Andrades Arbeiten fürs Lausitz Festival ausgewählt, die überwiegend in Schloss Bad Muskau/Mužakow zu sehen sein werden. Die Direktorin des BLMK Ulrike Kremeier kuratiert parallel dazu in ihrem Haus eine aus Malerei, Grafik und Fotografie der 20er- und 30er-Jahre bestehende Schau, deren Exponate mit zwei Videos de Andrades in Dialog treten. Die von der Bundeskulturstiftung geförderte Ausstellung gewinnt durch ein Filmkonzert in der Energiefabrik Knappenrode/Hórnikecy noch ein besonderes Highlight hinzu: Drei brasilianische Musiker, mit denen de Andrade seit langem eng zusammenarbeitet, spielen zu drei seiner Kurzfilme auf einer Vielzahl an Percussion-Instrumenten live einen speziell auf diese Filme komponierten Soundtrack.

Die Neuübersetzung eines polnischen Romans aus dem späten 19. Jahrhundert sorgte im Jahr 2024 für eine kleine literarische Sensation: Ein Übersetzer-Tandem (Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein) nahm sich des 1200-Seiten-Werks »Die Puppe« von Boleslaw Prus an, der als osteuropäisches Pendant zu Charles Dickens gilt. Der neue Literatur-Dramaturg des Lausitz Festivals Thoralf Czichon wird im Gespräch mit den beiden Übersetzern in einer Veranstaltung in Schloss Altdöbern das Werk und den Autor vorstellen, zudem werden einige Passagen aus dem Roman gelesen.

Ein weiteres Literatur-Thema in seinem Programm 2026 hat das Festival ist „Passion“. Über die Menschlichkeit«, ein MusikHörSpiel nach dem Roman »Passion« der belgischen Schriftstellerin Amélie Nothomb wird von Schauspieler Götz Schubert und Manuel Munzlinger (Oboe, Komposition) in die Dorfkirche Cunewalde gezeigt. Für diesen Text hat sich Nothomb in Jesus hineinversetzt, der seine letzte Nacht vor der Kreuzigung in Golgatha in Gefangenschaft verbringt. Ihr imaginierter, packender Monolog wird von den beiden Bühnenkünstlern zu einem vielschichtigen Gesamtkunstwerk aus Text, Schauspiel und Musik verwoben. Das Finale der siebten Ausgabe des Lausitz Festival bestreitet eine der großen Stimmen des Jazz, die US-amerikanische Sängerin Dee Dee Bridgewater. Sie präsentiert ihr Programm „WE EXIST!“, Zum Konzert in der Kulturweberei Finsterwalde bringt sie ein Trio aus Improvisatorinnen an Klavier, Bass und Schlagzeug mit. Bridgewater beherrscht die hohe Kunst des Scat-Gesangs aus dem Effeff, wickelt ihr Publikum aber auch mit jedem anderen Ton ihrer großartigen Stimme um den Finger.

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